Tango de Salón

Peter Gillmayr (Violine) - Andrej Serkov (Bandoneon) - Guntram Zauner (Gitarre) - Roland Wiesinger (Kontrabass) - Wieland Nordmeyer (Klavier)

 
"...selten erlebt man ein Ensemble, das perfektes Zusammenspiel, Freude am Musizieren und inniges Musikantentum derart selbstverständlich und leichtfüßig miteinander vereint..."

 

Das österreichisch- ukrainische Tango-Ensemble "Tango de Salón" ist ein Ableger der "Österreichischen Salonisten". Die fünf Musiker sind u.a. Mitglieder folgender Ensembles: Ensemble Sonare Linz, OÖ. Concert- Schrammeln, Gitarreduo Hasard, Akkordeonduo DYAS, sowie als Pädagogen und Kammermusiker tätig.

Schon Astor Piazzolla bevorzugte die Quintettbesetzung mit Bandoneon (der "Seele des Tango"), Violine, Gitarre, Kontrabass und Klavier. Diesem großen Komponisten und Erfinder des "Tango nuevo" hat man sich anfangs zugetan, bevor man sich auch dem sogenannten, wunderbar tanzbaren Salontango, der besonders in den alten Nummern ab 1890- 1950 das Programm bestimmt, zuwandte. In Coco Nelegatti, einem argentinischen Tangospezialisten, hat man schließlich einen authentischen Arrangeur und Komponisten gefunden.

 

Das Quintett spielt sowohl Musik aus der Gründerzeit des Tangos, u.a. von Angel Villoldo, Juan de Dios Filiberto, Carlos Gardel oder Aníbal Troilo, wie auch Gassenhauer des Tangoerneuerers Astor Piazzolla oder eben erst komponierte Nummern von Coco Nelegatti oder Ramiro Gallo.

 

Auch Abstecher in die Tristesse des finnischen oder die Virtuosität des russischen Tangos sind möglich.

 

Peter Gillmayr, Violine

ist gebürtiger Linzer und absolvierte ein Instrumentalpädagogik- und Konzertfachstudium  für Violine am Brucknerkonservatorium Linz und am Mozarteum Salzburg. Als Orchestermusiker spielte er u.a. im Orchester "Arena di Verona", im oö. Kammerorchester oder im Orchester "Aktuell" unter Welser- Möst.


Als Kammermusiker tritt er in unterschiedlichsten Formationen und Genres regelmäßig mit Künstlern wie z. B. Julia Stemberger, Paul Gulda, Erwin Steinhauer, Nina Proll, Gregor Bloèb, Timna Brauer, Klaus Maria Brandauer, Helmut Jasbar oder Karl Markovics bei renommierten Festivals auf.  Er ist Konzertmeister des Orchesters "Ensemble Sonare Linz", der "Österreichischen Salonisten", "Streichquartett Sonare Linz" und der "OÖ. Concert- Schrammeln".


An der Landesmusikschule Grieskirchen/OÖ. betreut er eine erfolgreiche Klasse für Violine, Viola und Kammermusik.


Außerdem leitet er als Dirigent die "Hausruck Philharmonie" und das "Salonorchester Bad Schallerbach".


Als Gründer und Intendant des "Musiksommers Bad Schallerbach" konzipierte er 20 Konzertreihen und zwei Dutzend Wort und Ton- Projekte, und verantwortete an die 50 Eigenproduktionen. In Anerkennung dieser Leistungen verlieh ihm LH Dr. Pühringer 2006 den Titel "Konsulent für Musikpflege" der oö. Landesregierung.

 

Andrej Serkov, Bandoneon

wurde 1975 in Pobugskoje (Ukraine) geboren, besuchte dort die Musikschule. 1988 wurde er Gewinner des nationalen Wettbewerbes für Jugendkomponisten und 1989 Preisträger des nationalen Akkordeon-Jugendwettbewerbes.

1990 bis 1994 absolvierte er die Musikfachschule in Kirovograd (Ukraine) bei A. Bersan und wurde 1993 wiederum Preisträger des nationalen Akkordeonwettbewerbes in Nikolaev (Ukraine). 1994 bis 1999 studierte er am Konservatorium in Odessa, Klasse V. Vlassov und nahm 1997 erfolgreich beim internationalen Akkordeonwettbewerb in Klingenthal, Deutschland teil und erreichte 1998 beim internationalen Akkordeonwettbewerb in Krinoj Rog (Ukraine) den 3. Preis. Postgraduate Studium an der Bruckneruni bei Alfred Melichar. (Preisträger des Wettbewerbs „das Podium“ 2001 und 2002).

Guntram Zauner, Gitarre

Konzerte im In- und Ausland, als Solist und Kammermusiker. Mitwirkung bei Musicalproduktionen wie „Der Mann von La Mancha“,  „Les Miserables“ u.a. Bearbeitung und Aufführungen von Schuberts „Winterreise“ und „Die schöne Müllerin“ für Tenor und zwei Gitarren, Lesungen z.B. mit Mercedes Echerer. Mitwirkung in verschiedenen Kammermusikbesetzungen wie Duo Hasard (mit Stephan Buchegger) uvm. Erfolgreiche Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben (Rom, Bubenreuth) als Solist und Kammermusiker. Studien: Bruckner Privatuniversität Linz-Universität „MOZARTEUM“ Salzburg (alle Studienabschlüsse mit Auszeichnung)-IGP I / II und Konzertfach. Workshops: Amadeus Guitar Duo, Alirio Diaz, Eden-Stell Guitar Duo, Duo Gruber & Maklar, Aldo Minella, Leo Brouwer, Pavel Steidl, u.a.

Roland Wiesinger, Kontrabass

geb. 1974 in Ried/Innkreis.

Studierte an der  Bruckneruni Linz bei Prof. Anton Schachenhofer, danach an der Musikuniversität Graz bei Prof. Johannes Auersperg und Prof. Tim Dunin.

Lebt als freiberuflicher Musiker in Wien, spielt in zahlreichen Ensembles für klassische und neue Musik, im Opern- und Symphonieorchester der Wr. Volksoper sowie im Brucknerorchester Linz.

Ist seit 2011 Mitglied von Tango de Salón.

Wieland Nordmeyer, Klavier

Geboren in Oberösterreich.

Studium am Brucknerkonservatorium und am Mozarteum.

Meisterkurse u. a. bei Oleg Maisenberg.

Erfolgreicher Teilnehmer bei vielen Wettbewerben.

Konzerttätigkeit als Solist sowie als Kammermusiker und Liedbegleiter.

Lehrer im oö. Landesmusikschulwerk.

Als Schauspieler und Regisseur u.a. im Barocktheater Lambach engagiert. Kabarettprogramme als Pianist.

 

Als Gast zusätzlich zu buchen:

Oscar Imhoff, Gesang

 

Oscar Imhoff erhielt seine private Gesangsausbildung bei Diana López Esponda in Argentinien.

 

Es folgten Engagements am Teatro Colón in Buenos Aires, am Teatro Comunale in Florenz und am Teatro Municipal Santiago. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Arturo in Bellinis I Puritani, Faust in Mefistofele, Turridu in Mascagnis Cavalleria Rusticana, Cavaradossi in Tosca oder Manrico in Il Trovatore.

 

Am Stadttheater Passau, wo er seit 7 Jahren engagiert ist,  sang Oscar Imhoff Partien wie Paolo in Zandonais Francesca da Rimini, Gabriele Adorno in Simon Boccanegra, Alfred in Die Fledermaus, Bacchus in Ariadne auf Naxos, Edgardo in Lucia di Lammermoor, die Titelrollen in Hoffmanns Erzählungen, Don Carlos und Otello, Rodolfo in La Bohème, Alfredo in La Traviata, Pinkerton in Madama Butterfly, Prunier in La Rondine, Herodes in Salome, Pollione in Norma und die Knusperhexe in Hänsel und Gretel, Der Kerkermeister/Großinquisitor in Der Gefangene/Madrigale, Antonio in Die Hochzeit des Figaro und Le Duc in Chérubin.

 

Aus der Presse:

 

Eine mitreißende Tour durch die Länder des Tangos legte das Ensemble Tango de Salón am Dienstag im Linzer Arkadenhof hin. Es war reizvoll, die Unterschiede zwischen russischem und finnischem Tango im Gegenzug zur geläufigeren argentinischen Variante zu hören.

Ihnen ist gemeinsam, dass sie von den Spielarten des Lebens erzählen: Von Liebe und Tod, vom Verlassen werden und von Wiederkehr – manchmal aufbrausend und schroff, doch nie ohne bittere Melancholie.

Die Musiker um Peter Gillmayr wissen, diese Nuancen und Emotionalitäten in Vollblut-Musik zu übersetzen. Rhythmisch pulsierend und berührend in den lyrischen Momenten hörte man als Herz der Truppe Andrej Serkov am russischen Bajan und am Bandoneon, Peter Gillmayrs Violine kommentierte wunderbar gewandt und feurig virtuos.

Oscar Imhoff betörte stimmlich 

Wieland Nordmeyer versprühte Energie als impulsgebender Pianist. Guntram Zauners fein aufgefächerte Gitarre-Akkordbrechungen waren virtuos, Roland Wiesinger schmunzelte selber zu seinen charmant gesetzten Kontrabassgängen. Man befand sich mit Carlos Gardel, Astor Piazzolla und weniger bekannten Namen wie Domingo Federico, Anselmo Aieta oder Julián Plaza im argentinischen Kernland des Tangos.

Erst recht dorthin versetzt wusste man sich, als Oscar Imhoff seine Stimme anhob und von den Geschichten seiner Heimat erzählte. Im Timbre schlicht und äußerst authentisch holte er Flair und Charisma in den Arkadenhof und setzte so dem Abend die Krone auf.

Linzer Nachrichten, 11. Juli 2017

 
 
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