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August Zirner & Das Spardosen Terzett

Diagnose Jazz

„Monk, Mingus und Roland Kirk waren radikale Individualisten, sie waren Sprachsuchende, die Schwierigkeiten mit verbaler Kommunikation hatten.
Ich habe die Nähe zur Sprache und die Sehnsucht nach Musik.“ (August Zirner)

"Diagnose: Jazz" ist der Titel des musikalisch-literarischen Bühnenprogramms, zu dem sich der Grimme-Preisträger August Zirner ("Die Fälscher") und das Essener Trio "Spardosen-Terzett" zusammengefunden haben. Gemeinsam spüren sie den Jazz-Legenden Thelonious Monk, Charles Mingus und Rahsaan Roland Kirk nach. Drei radikale Individualisten und ausgegrenzte Gestalten, die abseits der Bühne nur zu einer gebrochenen, unvollkommenen, disharmonischen Kommunikation fähig waren: autistisch der eine (Monk), blind und krank der andere (Kirk), gewaltig und unersättlich der dritte (Mingus).


Anhand von literarischen Skizzen, die August Zirner aus biographischen Quellen (siehe unten) und Liner Notes zusammengestellt hat, erkundet der Schauspieler die Nahtstellen zwischen Sprache, Musik und Leben der drei Jazzmusiker. „Diagnose: Jazz“ gewährt aber auch Einblicke in eine soziale Wirklichkeit der 50er Jahre, die von Gewalt, Rassismus und dem starken Wunsch nach Erlösung geprägt ist. Da ist zum Beispiel die Geschichte eines Messers und Feuerwehrbeils in einem Konzert, die Duke Ellington dazu veranlasste, Charles Mingus zu kündigen. Oder Polizisten, die Monks Finger auf das Übelste mit Knüppeln traktierten. Und die Legende, dass bei Mingus Tod, der mit 56 Jahren starb, 56 Wale an der Küste strandeten.

Von diesen teils sehr komischen, teils ungeheuer tragischen Geschichten baut Zirner immer wieder Brücken zu den „Bright Moments“ des Programms, in denen das musikalische Werk der Künstler in wunderschönen Interpretationen gewürdigt wird. Mit großer Virtuosität und Spielfreude präsentiert das "Spardosen-Terzett" im schnellen Wechsel zwischen Songs und Textpassagen Klassiker wie Serenade to a Cuckoo (Kirk), Epistrophy (Monk) und Goodbye Pork Pie Hat (Mingus), begleitet von der ausdrucksvoll gespielten Querflöte August Zirners.


In "90 bewegenden und mitreißenden Minuten" (WR) gelingt Zirner und dem "Spardosen-Terzett" eine perfekt inszenierte Geschichte des Jazz in Wort und Musik.


August Zirner


wurde 1956 als Sohn österreichischer Emigranten in Illinois (USA) geboren. Anfang der 1970er Jahre zog es ihn nach Europa, in Wien, der Heimatstadt seiner Familie, wurde er Student am legendären Max-Reinhardt-Seminar. Nach seinem Abschluss folgten Engagements am Volkstheater Wien, in Hannover, Wiesbaden und am Wiener Burgtheater. Von 1980 bis 1988 war er Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele.

In seiner bespiellosen Theaterkarriere spielte er unter allen bedeuten Regisseuren unserer Zeit: bei den Wiener Festwochen in „Die Ähnlichen“ unter Peter Stein, bei den Inszenierungen „Auf dem Lande“ in der Regie von Luc Bondy am Züricher Schauspielhaus sowie in „Wesele“ in der Regie von Andrzej Wajda bei den Salzburger Festspielen. Seit der Spielzeit 2011/12 steht er auf der Bühne des Münchner Residenztheaters.


Auch die Kino-Karriere von August Zirner weist große Produktionen und Regisseure auf. Er spielte in „Das Versprechen“ in der Regie von Margarethe von Trotta und „Stadtgespräch“ in der Regie von Rainer Kaufmann. In „Tara Road“ (Regie Gillies MacKinnon) war er 2005 an der Seite von Hollywood-Star Andy McDowell auf der Leinwand zu sehen.

Der Kino-Film „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky, an welchem er beteiligt war, erhielt 2008 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.  Für den Film „Wut“ (Regie Züli Alada) wurde August Zirner im Jahr 2007 mit dem Grimme-Preis als bester Schauspieler ausgezeichnet.

August Zirner gilt als ausgesprochen vielseitig und facettenreich. Der Schauspieler mit österreichischem und amerikanischem Pass ist aus der deutschen Film- und Theaterlandschaft nicht mehr wegzudenken, ob er nun am Münchner Volkstheater in der Titelrolle von Lessings „Nathan der Weise“ Erfolge feiert oder ob er an der Seite von Daniel Brühl und Emma Watson für den Hollywood-Film „Colonia Dignidad“ vor der Kamera stand …

Das Spardosen Terzett

 

  • Rainer Lipski: Piano

  • Mickey Neher: Schlagzeug

  • Kai Uwe Struwe: Kontrabass, E-Bass

 

Das Spardosen-Terzett aus Essen gründete sich 1989, zunächst um Straßenmusik zu spielen. Von dort aus führten Engagements die Band über private Veranstaltungen hin zu den großen Kulturbühnen des deutschsprachigen Raums. Mit dem Satiriker Wiglaf Droste tourten sie über 10 Jahre lang, produzierten zahlreiche CDs, unter anderem mit den Gästen Katharina Thalbach und Till Brönner. Für den Freisinger Theatersommer komponierten und spielten sie die Musik zu „Leonce und Lena“,im Musiktheater Gelsenkirchen waren sie die Band für „Piaf, ein Leben in Liedern“.

Darüber hinaus konzertierte das Spardosen-Terzett unter anderem mit Ina Müller, Dietmar Wischmeyer, Stephan Sulke, Helge Schneider, Kai Magnus Sting und Thomas Quasthoff, der sie in „Die Zeit“ als „größte kleine Kapelle der Republik“ bezeichnete.

 

Im Essener Grillo Theater hatten die drei Musiker die Veranstaltungsreihe „Neues aus Vogelheim“, bei der sie ihre eigenen humoristischen Lieder vortrugen und wechselnde Gäste einluden. Einer davon war August Zirner, mit dem sie später die Programme „Diagnose Jazz“ sowie „Frankenstein“ kreierten.


Der Name der Band rührt von der Essener Kneipe „zur Spardose“ in der die Musiker in den Anfangszeiten häufig pausierten und sich durch die Namensgebung „das Spardosen-Terzett“ ein Engagement erhofften, was sich aber nie erfüllt hat.

 
 
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